Lyrik
Schon der Titel des Bandes verrät die innere Einstellung des Dichters. "Lichtes Gedächtnis", das in einige
sowohl ideell als auch formal gut aufeinander abgestimmte Abschnitte aufgeteilt ist, enthält Sinnlyrik von großer Aussagekraft. Auch der
geistige Bogen ist überaus weit gespannt. Von Seite zu Seite spürt man auf neue Art das innere Ringen des Autors, die Heimsuchungen des Alltäglichen zu bewältigen
- zunächst die des eigenen Krankenlagers, Häßliches in Schönheit zu verwandeln, sich selbst ertragen zu lernen: "Sich selber
annehmen - / wie stark muss ich sein, / wie groß, wie heil, / daß ich stehen lerne, Auge in Auge, / vor meiner Schwäche und Winzigkeit,
/ meinem Zerrissensein..."
Die Begabung des Dichtes, in leuchtenden Metaphern sowohl Gedankliches als auch Empfundenes sichtbar werden zu lassen, wird vor allem im zweiten Zyklus,
der "In Erinnerung an M.A." geschrieben wurde, aus jedem Vers offenkundig. Wesen und Inhalt erlebter und erlittener Liebe, aber auch ihre zeitlos
gültige Apotheose, werden hier auf wundersame Art und Weise geschildert.
"Licht der Stimmen" heißt der nächste Zyklus, in dem der Suchende dem Du in sich selbst und im Mitmenschen begegnet. Von der Selbsterkenntnis
führt der Weg über die Menschenachtung bis zu der von Albert Schweizer gelehrten "Ehrfurcht vor dem Leben", ohne die weder das gesellschaftliche
Zusammenleben noch ein gedeihlicher kultureller und zivilisatorischer Fortschritt denkbar sind.
Der zweite große Abschnitt des Bandes wurde vom Autor "Im Schatten des Schwellenwächters" benannt. Es ist jedoch keine blutleere Esoterik,
die an eine kaum zu entschlüsselnde Geheimsprache erinnert. "Der Abgrund" des gegenseitigen Nichtverstehens erscheint im Licht neuer Erkenntnis und
eines größeren Willens überbrückbar: "Wandernd von Wohnstatt zu Wohnstatt, werde ich sprechen lernen aus fremden Mündern,
schauen lernen aus fremden Augen; werde ich dulden lernen mit den Schultern der andern; lieben mit fremden Herzen.
Mich wiederfinden aus fremden Augen. Manchmal auch mich."
(Katalogtext Gottfried Pratschke, Wien)
"Einer der vollkommensten Gedichtbände, die ich mich erinnere in den Händen gehalten zu haben..."
Nino Erné, Schriftsteller und Journalist
"Eines der wirklich großen Talente, denen ich in den letzten Jahren begegnet bin."
Peter Hamel, Dramatiker und Regisseur
"Paarmann zeigt sich in diesem Gedichtband als ein Lyriker von hoher Meisterschaft. Der selbsterhobene Anspruch auf
Verzauberung bleibt kein Versprechen, er wird ganz und gar eingelöst."
Sigrid Nordmar-Bellebaum, Lyrikerin und Rezensentin
Amazon.de 5 Sterne
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Sphären-Verlag
ISBN-Nr. 978-3-9523093-0-8


